Die Geschichte einer Entführung, Johann Scheerer

 

Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Sorge, die Angst und die quälende Langeweile? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, man aber nicht mal in die Schule gehen, Sport machen oder Freunde treffen darf? Und wenn alles, was einem bisher Spaß machte, plötzlich nichts mehr bedeutet?

Johann Scherrer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, den Vater lebend wiederzusehen.

Ein rückhaltloser Einblick in eine dramatische Erfahrung, die das Leben des Autors für immer veränderte.


Woman in Cabin 10, Ruth Ware

 

Ein Traum wird wahr, glaubt die Journalistin Lo Blackwood, als sie an der Jungfernfahrt eines exklusiven Kreuzfahrtschiffs entlang der norwegischen Küste teilnimmt. Doch schon in der ersten Nacht gerät die Reise zum Alptraum: Lo erwacht von einem Geräusch aus der Nachbarkabine. Sie beobachtet, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres, ungefähr in der Größe eines menschlichen Körpers. Und die Reling ist blutverschmiert. Lo alarmiert den Sicherheitsoffizier, der die Nachbarkabine leer vorfindet, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Kein Gepäck, keine Nutzungsspuren, kein Eintrag ins Passagierregister. Die Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben. Lo beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln...Hat sie sich das alles nur eingebildet? Doch wenn nicht, dann befindet sich ein Mörder auf dem Schiff - der es jetzt auf sie abgesehen hat. 


Der Zopf, Laetitia Colombani

 

Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente - dieselbe Sehnsucht nach Freiheit.

 

Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber alle drei nehmen ihr Schicksal gleichermaßen mutig in die Hand. In Indien bricht Smita mit alten Traditionen und setzt alles daran, dass ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien kämpft Giulia nach dem Unfalltod ihres Vaters um die Rettung des Familienunternehmens, der letzten Perückenfabrik Palermos. Und als im kanadischen Montreal die erfolgreiche Anwältin Sarah schwer erkrankt und aus ihrem Job gemobbt wird, verhilft ihr eine Perücke zu neuem Lebensmut.

 

Laetitia Colombani schickt den Leser auf eine Reise rund um den Globus und pflicht aus drei außergewöhnlichen Lebensgeschichten einen prachtvollen Zopf.


Das Glück mit dir, Lily Tuck

 

Nina bereitet gerade das Abendessen vor, als ihr Mann Philip nach Hause kommt und sich für einen Moment im Schlafzimmer hinlegt. Nur wenige Minuten später findet sie ihn tot. Eine Nacht des Abschiednehmens beginnt: Nina hält eine einsame Wache an Philips Bett, erinnert sich an die lange gemeinsame Zeit, an überwältigende Glücksmomente, intime Augenblicke und dunkle Geheimnisse. Der Mathematiker und die Künstlerin, sin sind ein gegensätzliches Paar, doch gerade die Verschiedenartigkeit ihrer Welten machte ihr gemeinsames Leben so reich. Schlaglichtartig lässt Nina ihr Leben mit Philip an sich vorüberziehen, den Frühling in Paris, die Ferien am Meer, die Reisen. Immer wieder beleuchtet sie die erste Begegnung, immer wieder versucht sie, sich an den genauen Wortlaut des ersten Gespräches und seiner letzten Worte  zu erinnern.

 

Das Glück mit dir ist ein ergreifendes Zeugnis einer großen Liebe.


Stellas Traum, Annette Hohberg

 

Seit der Kindheit sind Stella, Tim und Paul unzertrennlich, sie ergänzen sich perfekt. Doch nach einem traumatischen Ereignis trennen sich ihre Wege. Aus dem fröhlichen Mädchen Stella wird eine kühle, distanzierte Frau, die jedes Gefühl mit Arbeit betäubt. Nach 20 Jahren der Trennung führt ein weiteres tragisches Ereignis die einstigen Freunde noch einmal zusammen. Ist die Zeit für Vergebung jetzt gekommen ?

Zärtlich und in wunderschönen Bildern erzählt Annette Hohberg die Geschichte einer Freundschaft, die an ihren innigen Gefühlen zerbricht.


Töchter wie wir, Barbara Kunrath

 

Als Kind wurde Mona von ihren Eltern versorgt, aber geliebt hat sie sich nie gefühlt. Die seelischen Wunden dieser Zeit schmerzen sie noch immer. Kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag zieht Mona ein unbefriedigendes Resümee. Nichts wollte sie lieber als eine Familie und eigene Kinder. Statt dessen blickt sie zurück auf eine gescheiterte Ehe, wechselnde Partner und einen Job, der sie nicht ausfüllt. Eine Zufallsbegegnung bringt Mona nun dazu, sich endlich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ganz langsam lässt sie Altes los, um frei zu sein für das Neue.